An Bahnhöfen und Haltestellen entscheidet ein gutes Leitsystem darüber, ob blinde und sehbehinderte Menschen allein reisen können. Der Weg vom Gehweg zur Haltestelle, das Warten in sicherem Abstand zur Bahnsteigkante und das Finden der richtigen Einstiegstür: All das lässt sich mit Bodenindikatoren klar und eindeutig gestalten.
Barrierefreiheit im ÖPNV ist Pflicht
Das Personenbeförderungsgesetz verlangt, dass Nahverkehrspläne die Belange von Menschen mit Mobilitäts- oder Sinneseinschränkungen berücksichtigen. Ziel war eine vollständige Barrierefreiheit des ÖPNV bis zum 1. Januar 2022 (§ 8 Abs. 3 PBefG). Viele Kommunen und Verkehrsbetriebe rüsten deshalb Haltestellen laufend nach.
Bushaltestelle und Straßenbahnhaltestelle

| Element | Struktur | Lage und Größe |
|---|---|---|
| Auffindestreifen | Rippen | quer über die Gehbahn, etwa 60 bis 90 cm tief, führt vom Gehweg zum Einstiegsfeld |
| Leitstreifen | Rippen in Gehrichtung | etwa 30 cm breit, führt zum Einstiegsfeld |
| Einstiegsfeld | Rippen parallel zur Bordsteinkante | in der Regel 120 × 90 cm, etwa 30 cm Abstand zur Bordsteinkante, an der vorderen Tür |
| Aufmerksamkeitsfeld | Noppen | vor Gefahrenstellen wie Treppen, nach örtlicher Planung |
Bahnsteig und Bahnhof

Auf Bahnsteigen markieren Leitstreifen den sicheren Bereich und führen zu Treppen, Aufzügen und Ausgängen. Vor Treppen und an Abzweigungen liegen Aufmerksamkeitsfelder. In Bahnhofshallen setzt man die Leitlinie vom Eingang bis zu Fahrkartenschalter, Information und Bahnsteigzugängen fort.
Welche Produkte eignen sich?
| Produkt | Warum hier? | |
|---|---|---|
![]() | Noppen- und Rippenplatten aus Kunststoff | UV-stabil, geprüft R10/R11, wirtschaftlich für große Flächen, viele Kontrastfarben |
![]() | Edelstahl 316L | beständig gegen Streusalz und Witterung, extrem langlebig |
![]() | Leitstreifen aus Edelstahl | dauerhaft, dezent in Bahnhofshallen und auf Naturstein |
![]() | Stufenkantenprofile | für Bahnsteigtreppen und Unterführungen |
Worauf Sie draußen achten sollten
- Rutschhemmung: Draußen auf eine hohe Rutschhemmung achten. Was konkret gefordert ist, hängt von Einsatzort und Gefährdungsbeurteilung ab.
- Höhe: Etwa 4 bis 5 mm, damit die Struktur auch bei Laub, Nässe oder Schneeresten ertastbar bleibt.
- Winterdienst: Robuste, fest verankerte Elemente wählen, die Räumschilde nicht abreißen.
- Kein Einsatz auf Fahrbahn oder Radweg: Rippen und Noppen gehören nur dorthin, wo man sich gefahrlos aufhalten kann.
- Kontrast: Auf grauem Pflaster oder Asphalt oft Weiß oder Gelb.
Wie Sie Schritt für Schritt planen, steht auf der Seite Planung und Montage. Alle Produkte im Vergleich zeigt die Produktübersicht.
Häufige Fragen
Ist ein Blindenleitsystem an Haltestellen vorgeschrieben?
Das Personenbeförderungsgesetz verlangt Barrierefreiheit im ÖPNV. Bodenindikatoren nach DIN 32984 sind der anerkannte Weg, das für blinde und sehbehinderte Menschen umzusetzen. Die genauen Anforderungen legen Aufgabenträger und Straßenbaubehörden fest.
Wo liegt das Einstiegsfeld an einer Bushaltestelle?
In der Regel an der vorderen Tür des Busses, dort, wo Fahrgäste den Fahrer erreichen. Es besteht aus Rippen parallel zur Bordsteinkante und ist meist 120 × 90 cm groß. Ein Auffindestreifen führt vom Gehweg dorthin.
Welches Material hält an Haltestellen am längsten?
Edelstahl 316L und Bronze sind am langlebigsten. UV-stabile Kunststoffplatten sind wirtschaftlicher und bei guter Verlegung ebenfalls sehr haltbar.
Beratung und Angebot
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