Wer zum ersten Mal ein Rathaus, eine Klinik oder eine Hochschule betritt, sucht Empfang, Aufzug oder Treppe. Mit den Augen geht das in Sekunden. Für blinde und sehbehinderte Menschen braucht es eine ertastbare Spur: ein Leitsystem, das vom Eingang zu den wichtigen Zielen führt und vor Gefahren warnt.
Für welche Gebäude?
- Rathäuser, Bürgerämter, Gerichte, Ministerien
- Schulen, Hochschulen, Bibliotheken
- Krankenhäuser, Arztpraxen, Pflegeeinrichtungen
- Museen, Theater, Veranstaltungsorte
- Bürogebäude, Banken, Einkaufszentren
- Hotels und Kongresszentren
Für öffentlich zugängliche Gebäude gilt in Deutschland DIN 18040–1 als Maßstab für barrierefreies Bauen. Sie verweist für Bodenindikatoren auf DIN 32984 und für Kontraste auf DIN 32975. In vielen Bundesländern ist DIN 18040–1 über die Landesbauordnung eingeführt.
Was ein gutes Leitsystem im Gebäude leistet
- Vom Eingang zum Ziel: Leitstreifen führen zu Empfang, Information, Aufzug, Treppen und Toiletten.
- Warnen vor Gefahren: Aufmerksamkeitsfelder vor Treppen, an Abzweigungen und vor Glastüren.
- Treppen sichern: Kontrastreiche Stufenkanten, im Treppenhaus mindestens an der ersten und letzten Stufe, besser an allen.
- Zusammen mit taktilen Plänen und Beschriftungen: Der Bodenleitweg endet zum Beispiel an einem tastbaren Übersichtsplan.
Dezent oder auffällig?

In repräsentativen Räumen wie Ratssälen, Museen oder Hotelfoyers wählen viele Bauherren Einzelnoppen und Rippen aus Edelstahl, Messing oder Bronze. Sie passen zu Naturstein, Parkett und Terrazzo und wirken eher wie ein Gestaltungselement als wie eine Nachrüstung.

In Fluren, Schulen und Kliniken stehen Wirtschaftlichkeit und Kontrast im Vordergrund. Kunststoffplatten sind schnell verlegt, in vielen Farben erhältlich und lassen sich ohne Umbau auf vorhandene Böden kleben.
Nachrüsten im laufenden Betrieb
Die meisten Gebäude bekommen ihr Leitsystem nachträglich. Das geht ohne Abriss: Selbstklebende Platten und Einzelelemente mit Stift/PIN werden auf Fliesen, Linoleum, Estrich oder Stein montiert. Viele Flächen lassen sich abschnittsweise am Abend oder am Wochenende umsetzen, ohne den Betrieb zu stören.

Passende Produkte
| Produkt | Einsatz im Gebäude | |
|---|---|---|
![]() | Einzelnoppen aus Edelstahl, Messing, Bronze | Foyers, Naturstein, repräsentative Bereiche |
![]() | Leitstreifen aus Metall oder Kunststoff | Führung vom Eingang zu Empfang, Aufzug, Treppe |
![]() | Noppen- und Rippenplatten | Flure, Schulen, Kliniken, schnelle Nachrüstung |
![]() | Stufenkantenprofile | Treppenhäuser und Innentreppen |
![]() | Nachleuchtende Bänder | Fluchtwege und Treppenhäuser |
Den kompletten Vergleich aller Materialien finden Sie in der Produktübersicht, den Ablauf von der Bestandsaufnahme bis zur Montage unter Planung und Montage.
Häufige Fragen
Brauchen öffentliche Gebäude ein Blindenleitsystem?
DIN 18040–1 beschreibt die Anforderungen an barrierefreie, öffentlich zugängliche Gebäude, dazu gehören Orientierungshilfen für blinde und sehbehinderte Menschen. Ob und in welchem Umfang ein Leitsystem verpflichtend ist, hängt von Landesbauordnung, Nutzung und Baugenehmigung ab.
Gibt es Lösungen, die nicht nach Nachrüstung aussehen?
Ja. Einzelnoppen und Rippen aus Edelstahl, Messing oder Bronze fügen sich unauffällig in hochwertige Böden ein und bleiben trotzdem gut ertastbar.
Kann im laufenden Betrieb montiert werden?
In den meisten Fällen ja. Selbstklebende und gebohrte Elemente lassen sich abschnittsweise verlegen, sodass nur kleine Bereiche kurz gesperrt werden.
Beratung und Angebot
Sie planen ein Projekt oder wollen bestehende Flächen nachrüsten? Beschreiben Sie Ihr Projekt in unserer Projektanfrage, gern mit Grundriss, Fotos oder Leistungsverzeichnis. Wir melden uns mit einem passenden Vorschlag und einem unverbindlichen Angebot. Material und Farbe prüfen Sie vorab mit unseren kostenlosen Mustern.




