Blindenleitsysteme in der Schweiz

Antwort in der Regel innerhalb von zwei Werktagen. Muster sind kostenlos.

Blindenleitsysteme in der Schweiz erfordern eine auf das Schweizer Leitliniensystem abgestimmte Planung. Für Planungsbüros, Gemeinden, Bauunternehmen und Betreiber öffentlich zugänglicher Bauten klären wir, welche Produkte unseres Sortiments zu den geforderten Profilen und Einbaubedingungen passen. Ein deutsches DIN-Produkt ist nicht automatisch für eine Schweizer Ausschreibung geeignet.

Leitstreifen aus Kunststoff mit Rippenprofil
Materialmuster: Profil und Raster sind für Schweizer Projekte anhand der örtlichen Vorgaben gesondert abzugleichen.

Taktil-visuelle Markierungen im Schweizer Leitliniensystem

Das Merkblatt 114 „Leitliniensystem Schweiz“ der Fachstelle Hindernisfreie Architektur erläutert das System und verweist auf SN 640 852 sowie SIA 500. Leitlinien, Abzweigfelder und Aufmerksamkeitsfelder werden mit Rippen ausgebildet. Für die Planung sind die jeweils geltenden Normen und objektspezifischen Vorgaben heranzuziehen.

Das Merkblatt zeigt eine Leitlinie mit zwei Strängen aus je drei Rippen und einer Gesamtbreite von 0,57 m. Daraus folgt für die Beschaffung: Einzelprofile, Raster und Feldaufbau müssen gemeinsam passen. Eine Materialbezeichnung wie „Edelstahl“ sagt noch nichts über die Übereinstimmung mit dem geforderten System aus.

Straßenbahn am Bahnhofplatz in Zürich
In der Schweiz führen weiße Leitlinien zu Haltestellen, Ampeln und Eingängen.

Gebäude, Haltestellen und öffentliche Flächen

Bauliche Führungselemente haben nach dem Merkblatt Vorrang. Taktil-visuelle Markierungen ergänzen die Orientierung dort, wo diese nicht ausreichen. Sie ersetzen weder Randabschlüsse zur Fahrbahn noch Geländer oder andere bauliche Sicherungen. Bei Haltestellen und Perrons sind zudem die Vorgaben des zuständigen Betreibers zu beachten.

Im Eingangsbereich eines Verwaltungsgebäudes oder Kulturhauses muss die Führung bis zum erreichbaren Ziel nachvollziehbar bleiben. Türschwenkbereiche, Möblierung, Schmutzfangzonen und wechselnde Nutzungen gehören deshalb schon bei der Abstimmung des Verlegeplans auf den Tisch. Auch die Reinigung und der spätere Ersatz einzelner Elemente sollten eingeplant werden.

Produkte vor der Bestellung abgleichen

Für Schweizer Projekte betrachten wir Leitstreifen und Leitlinien sowie Metallelemente nur anhand der konkret geforderten Abmessungen und Eigenschaften. Bitte prüfen Sie gemeinsam mit der Fachplanung, ob aufgebrachte Markierungen, Einzelprofile oder andere Lösungen vorgesehen sind. Wir bestätigen die lieferbare Ausführung im Angebot; eine allgemeine Zusage „Schweiz-konform“ wäre ohne diesen Abgleich nicht belastbar.

Anfrage für ein Projekt in der Schweiz

Senden Sie uns Projektort, Einsatzbereich, Verlegeplan und die verlangten Profilmasse. Ergänzen Sie Angaben zum Untergrund, zum visuellen Kontrast, zur Befestigung und zur Menge. Die Produktdaten erleichtern die Zuordnung. Liefermöglichkeit, Transport, Einfuhrabwicklung und Kostenverteilung klären wir vor der Bestellung im konkreten Angebot.

Häufige Fragen zur Schweiz

Passen deutsche Noppenplatten zum Schweizer Leitliniensystem?

Das Schweizer Leitliniensystem verwendet Rippen auch für seine Aufmerksamkeits- und Abzweigfelder. Eine Übernahme deutscher Feldaufbauten ist deshalb nicht ohne Prüfung möglich. Massgeblich ist der freigegebene Schweizer Verlegeplan.

Kann ich Materialmuster anfragen?

Ja. Über die Musteranfrage können Sie Material und Oberfläche abstimmen. Bitte geben Sie die Anforderungen Ihres Schweizer Projekts an, damit wir die infrage kommenden Ausführungen prüfen können.

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Beratung und Angebot

Schreiben Sie uns kurz, worum es geht. Pläne, Fotos oder ein Leistungsverzeichnis können Sie direkt anhängen. Wir melden uns in der Regel innerhalb von zwei Werktagen.








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