Blindenleitsysteme für Flughäfen und Terminals

Antwort in der Regel innerhalb von zwei Werktagen. Muster sind kostenlos.

Ein Terminal ist groß, laut und ständig in Bewegung. Wer nichts oder wenig sieht, findet sich hier ohne Hilfe kaum zurecht. Ein Blindenleitsystem am Flughafen verbindet die wichtigen Punkte: vom Bahnhof oder der Vorfahrt zum Treffpunkt für die Assistenz, zum Check-in und weiter zur Sicherheitskontrolle.

Taktile Führung mit Rippenstreifen und Noppenfeld auf einem Bodenbelag
Produktbeispiele: Rippen- und Noppenplatte aus Edelstahl.
Einzelnoppe aus Edelstahl als taktiles Bodenelement
Produktbeispiel: Einzelnoppe aus Edelstahl.

Kurz erklärt

Nach der EU-Verordnung 1107/2006 müssen Flughäfen Menschen mit Behinderungen Hilfe anbieten und dafür gekennzeichnete Anlaufpunkte einrichten. Ein durchgehendes Bodenleitsystem schreibt die Verordnung nicht vor. Taktile Bodenindikatoren nach DIN 32984 helfen aber, diese Punkte ohne Begleitung zu finden. Für die Gebäude gilt DIN 18040–1, für Kontraste DIN 32975. Welche Produkte eingesetzt werden, legt der Flughafenbetreiber fest.

Die wichtigsten Leitwege

  1. Ankunft: von Bahnhof, Bushaltestelle, Taxistand und Parkhaus zum Terminaleingang.
  2. Assistenz-Treffpunkt und Information: direkt hinter dem Eingang, gut auffindbar und mit Aufmerksamkeitsfeld markiert.
  3. Check-in und Gepäckaufgabe: zu einem festen Schalter oder Servicepunkt.
  4. Sicherheitskontrolle und danach weiter zu Aufzügen, Gates und WC.
  5. Ankunftsbereich: von der Gepäckausgabe zum Ausgang und zu den Verkehrsmitteln.

Worauf es im Terminal ankommt

  • Reinigung: Scheuersaugmaschinen fahren täglich über die Flächen. Gebohrte Einzelelemente aus Edelstahl halten das dauerhaft aus.
  • Gepäckwagen und Rollkoffer: flache, abgerundete Profile und feste Befestigung verhindern, dass Elemente ausbrechen.
  • Hochwertige Beläge: Naturstein und Terrazzo bleiben erhalten, wenn Einzelnoppen und Rippen eingebohrt werden. Dazu passt Edelstahl 1.4404.
  • Kontrast: helle Böden brauchen dunkle oder farbige Einlagen; prüfen Sie den Wert mit dem Kontrastrechner.
  • Außenbereiche: an Vorfahrt und Haltestellen sind Betonplatten oder verklebte PU-Platten üblich.
  • Bauen im Betrieb: Einzelelemente lassen sich abschnittsweise in Nachtschichten setzen.

Lösungen nach Bereich

BereichLösungWarum
Terminalhalle, NatursteinEdelstahl-Noppen und ‑Rippen mit Stiftdezent, reinigungsfest, dauerhaft
Gänge zu den GatesEdelstahl-Leitstreifen, auch mit Farbeinlageklare Führung, guter Kontrast
Treppen und RolltreppenzugängeAufmerksamkeitsfelder, Stufenkantenprofilesichere Warnung vor Höhenwechseln
Vorfahrt, HaltestellenBetonplatten oder PU-Plattenwitterungsfest, große Flächen
Details und Bestellschlüssel unter Produktdaten.

Passende Produkte am Flughafen

Diese Produkte setzen wir am Flughafen am häufigsten ein. Maße und Bestellschlüssel stehen in den Produktdaten, gern schicken wir Ihnen vorab kostenlose Muster.

Häufige Fragen

Gibt es eine Pflicht für Leitsysteme an Flughäfen?

Die EU-Verordnung 1107/2006 verpflichtet Flughäfen zur Unterstützung von Menschen mit Behinderungen. Für Neu- und Umbauten gelten außerdem die Bauordnung des Landes und die dort eingeführten technischen Baubestimmungen, in der Regel mit DIN 18040–1. Wie das Leitsystem konkret aussieht, plant der Betreiber.

Halten Bodenindikatoren Gepäckwagen und Reinigungsmaschinen aus?

Gebohrte Elemente aus Edelstahl sind dafür die robusteste Lösung. Aufgeklebte Systeme eignen sich eher für weniger beanspruchte Bereiche.

Kann im laufenden Betrieb montiert werden?

Ja, in der Regel abschnittsweise und nachts. Die Flächen sind je nach Befestigung schnell wieder begehbar.

Beratung und Angebot

Welcher Terminalbereich, welcher Bodenbelag, ungefähr wie viele Meter Leitweg? Schicken Sie uns dazu gern einen Grundriss. Wir melden uns in der Regel innerhalb von zwei Werktagen mit einem Vorschlag.








    Lieber ausführlich? Zur Projektanfrage mit allen Details. Material und Farbe prüfen Sie vorab mit unseren kostenlosen Mustern.

    Weiterführend: Verordnung (EG) Nr. 1107/2006 bei EUR-Lex, DIN 32984:2023–04 „Bodenindikatoren im öffentlichen Raum“ bei DIN Media.

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