Glossar: Blindenleitsystem von A bis Z

Wer ein Blindenleitsystem plant, stößt auf viele Fachbegriffe. In diesem Glossar zum Blindenleitsystem finden Sie die wichtigsten kurz und verständlich erklärt, mit Links zu den Seiten, auf denen es ausführlicher weitergeht.

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A

Abzweigfeld

Feld aus Noppen, meist 90 × 90 cm, das eine Verzweigung oder einen Richtungswechsel im Leitsystem anzeigt. Mehr dazu: Leitstreifen und Leitlinien.

Aufmerksamkeitsfeld

Feld aus Noppen, das vor Gefahrenstellen wie Treppen warnt oder auf ein Ziel hinweist. Vor Treppen über die ganze Breite, mindestens 60 cm tief. Mehr dazu: DIN 32984 einfach erklärt.

Auffindestreifen

Streifen aus Rippen quer über den Gehweg, der von der Hauswand oder einer Leitlinie zu einer Querungsstelle oder Haltestelle führt. Mehr dazu: Querungsstellen und Straßenraum.

B

Bodenindikator

Tastbare und kontrastreiche Struktur im Boden, also Noppen oder Rippen, die blinden und sehbehinderten Menschen Orientierung gibt. Mehr dazu: Produktübersicht.

D

DIN 18040

Normenreihe für barrierefreies Bauen: Teil 1 öffentlich zugängliche Gebäude, Teil 2 Wohnungen, Teil 3 Verkehrs- und Freiraum. Mehr dazu: DIN 32984 einfach erklärt.

DIN 32975

Norm zur Gestaltung visueller Informationen im öffentlichen Raum, unter anderem zum Leuchtdichtekontrast. Mehr dazu: Kontrastrechner.

DIN 32984

Die deutsche Norm für Bodenindikatoren im öffentlichen Raum, aktuell in der Ausgabe 2023-04. Mehr dazu: DIN 32984 einfach erklärt.

DIN 51130

Prüfverfahren für die Rutschhemmung von Bodenbelägen auf der schiefen Ebene. Ergebnis sind die Bewertungsgruppen R9 bis R13. Mehr dazu: Prüfberichte.

E

Einstiegsfeld

Feld an Bus- und Straßenbahnhaltestellen, das die Einstiegsstelle an der vorderen Tür markiert, in der Regel aus Rippen parallel zur Bordsteinkante. Mehr dazu: Bahnhof und Haltestelle.

H

Hellbezugswert

Maß dafür, wie viel Licht eine Oberfläche zurückwirft, von 0 (schwarz) bis 100 (weiß). Grundlage für die Berechnung des Kontrasts. Mehr dazu: Kontrastrechner.

L

Langstock

Weißer Stock, mit dem blinde Menschen den Boden vor sich abtasten, meist pendelnd. Bodenindikatoren sind auf ihn abgestimmt.

Leitstreifen

Mindestens 30 cm breiter Streifen aus Rippen in Gehrichtung, der von einem Ort zum anderen führt. Mehr dazu: Leitstreifen und Leitlinien.

Leuchtdichtekontrast

Helligkeitsunterschied zwischen Bodenindikator und Umgebung. Für Bodenindikatoren gilt K ≥ 0,4. Mehr dazu: Kontrastrechner.

N

Noppe

Kuppel- oder kegelstumpfförmige Erhebung. Noppenfelder signalisieren: Achtung, hier ändert sich etwas. Mehr dazu: Edelstahl und Metall.

Q

Querungsstelle

Stelle, an der Fußgänger die Fahrbahn überqueren. Unterschieden werden gemeinsame und getrennte Querungen. Mehr dazu: Querungsstellen und Straßenraum.

R

Richtungsfeld

Feld aus Rippen in Gehrichtung der Querung, das die Richtung über die Fahrbahn anzeigt. Mehr dazu: Querungsstellen und Straßenraum.

Rippe

Längliche Erhebung. Rippen in Gehrichtung führen, quer liegende Rippen fangen auf oder sperren. Mehr dazu: Leitstreifen und Leitlinien.

Rutschhemmung

Eigenschaft einer Oberfläche, Ausrutschen zu verhindern. Angegeben als Bewertungsgruppe R9 bis R13. Mehr dazu: Prüfberichte.

S

Sperrfeld

Feld aus Rippen parallel zum Bordstein, das den abgesenkten Bereich einer getrennten Querung sichert. Mehr dazu: Querungsstellen und Straßenraum.

Stufenkantenmarkierung

Kontrastreiche Markierung der Stufenvorderkante, auf der Trittstufe 4 bis 5 cm, auf der Setzstufe 1 bis 2 cm breit. Mehr dazu: Stufenkantenmarkierung.

T

Taktil

Mit dem Tastsinn wahrnehmbar, also mit Füßen oder Langstock.

Weiterführend: Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband e. V. (DBSV).

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